Ganz klar: Capri ist ein Hort der Glückseligkeit. Weit weg sind Mafia und Korruption, Bandenkriege und Banküberfälle. An keinem anderen Ort Italiens finden sich auf so engem Raum so viele Juweliere wie in der schicken Via Vittorio Emanuele oder in der Via Camerelle. Schmuck im Wert von Hunderttausenden Euro liegt in den Auslagen und die Türen sind weit geöffnet. Keine Alarmanlagen, keine Wachleute, kein misstrauischer Blick. Eine friedvolle Ruhe liegt allerorten über Capri. "Man ist hier unter sich", meint eine mit haselnussgroßen Saphiren geschmückte Signora aus Mailand, die zur Stammklientel des “Quisi” gehört. Die Kaffee und Loungebar des Grandhotels “Quisisana” ist, weiß sie, "noch immer der ideale Treffpunkt für tout le monde“.
“Quisisana” bedeutet viel Tradition und noch mehr Luxus mit nagelneuem Spa, Pools drinnen und draußen, einem Heer von livrierten Bediensteten und geräumigen Zimmern mit Blick auf das Meer und die Faraglionifelsen. Sommers lässt Chefkoch Gian Nicola Colucci im "La Colombaia“ ein Degustationsmenu mit verführerischen Gerichten wie Maccheroni vom Grill mit Steinpilzen oder Bandfischfilet mit Birnenpüree und Kapern servieren. Man sitzt bei Kerzenschein und lauer Luft unter einem Vordach im Garten, wo der Jogurt aus Büffelmilch mit einer Gelantine aus Kaktusfeigen noch fantastischer schmeckt.